Matratzen-Check: richtig liegen, besser schlafen

Kaltschaum oder Federkern, Latex oder Wasserbett – bei der großen Auswahl ist es nicht einfach, für sich die richtige Matratze zu finden. Doch es lohnt sich, sich vor dem Kauf schlauzumachen. Denn die richtige Matratze ist die Basis für schmerzfreie und entspannte Nächte. Wer gesund schlafen und erholt aufwachen möchte, sollte Zeit in die Auswahl der Matratze mit passendem Lattenrost und Nackenstützkissen investieren und sich umfassend beraten lassen.

Kleine Materialkunde

Klassische Schaum-Matratzen und Federkern unterscheiden sich in ihrem Aufbau grundsätzlich. Der Vorteil beider Arten: Sie bieten fünf bis sieben unterschiedliche „Zonen“, etwa einen druckentlastenden Schulterbereich und eine unterstützende Lendenzone zur besseren Anpassung an den Körper. Bonell-Federkern-Matratzen sind preisgünstig, haben eine lange Lebensdauer und bieten einen eher festen Schlafkomfort. Taschen-Federkern-Matratzen hingegen sind punktelastisch und passen sich den Körperformen ergonomisch an. Außerdem fördern die Matratzen ein gesundes Schlafklima, weil sie besonders luftdurchlässig sind.

Auf Schaum gebettet

Immer gefragter werden Schaum-Matratzen, die es in vielen Versionen und Preisklassen gibt. Ein Vorteil des Kaltschaums ist sein geringes Gewicht. Der Schaum ist in der Lage, sich dem Körper noch individueller anzupassen und bietet im Vergleich zum einfachen Federkern ein stark konturiertes Liegegefühl. Matratzen aus Kaltschaum rangieren weit oben auf der Beliebtheitsskala. Ihre offenen Poren gewährleisten eine gute Belüftung der Matratze. Gleichzeitig sind sie druckpunktelastisch und passen sich damit der Wirbelsäule hervorragend an.

Körpergerecht liegen

Ideal sind Matratzen, die mit unterschiedlich festen Stützelementen optimal an den jeweiligen Körper angepasst werden. Der Körper ist der Maßstab für die korrekte Matratzenunterlage. Ändern sich die körperlichen Bedürfnisse, bietet ein jederzeit veränderbares Stützprofil in der Matratze die Möglichkeit, auf die sich ändernden Bedingungen einzugehen und das Stützprofil entsprechend neu anzupassen. So wird der Körper über die gesamte Nutzungsdauer der Matratze stets optimal gestützt.

Wie weich soll es sein?

Der passende Härtegrad einer Matratze hängt nicht nur vom Körpergewicht des Schläfers ab, sondern ganz entscheidend von der bevorzugten Liegeposition. Mit einer guten Beratung findet sich meist die richtige Festigkeit, die am besten zum eigenen Körper und zum individuellen Schlafverhalten passt. Fertig konfektionierte Matratzen werden meist zwei Versionen angeboten: mittelfest und fest stützend. Das gilt bei Federkern- ebenso wie bei Schaummatratzen. Die Einstufungen des Härtegrades können jedoch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein – eine „feste“ Matratze ist daher nicht immer gleich fest. Um festzustellen, ob die Unterlage zum Körper passt reicht Probeliegen oft nicht aus. Der Körper benötigt mehrere Monate bis zu einem halben Jahr, um sich auf die veränderten Liegebedingungen einer neuen Matratze umzustellen. Probeschlafen ist eine Alternative, die Matratze über einen längeren Zeitraum zu testen, damit man sicher sein kann, die richtige ausgewählt zu haben.

Körpergerechte StützungEine gute Matratze bringt mit einer optimal auf den Körper abgestimmten Zonengestaltung die Wirbelsäule in die anatomisch korrekte Position, hierfür sollte speziell bei Seitenschläfern die Schulterpartie aber auch der Lendenbereich besondere Festes LiegenAufmerksamkeit entgegengebracht werden.

Oft wird die Matratze immer noch zu fest gewählt. Die Schulter kann dann nicht optimal einsinken, sodass mit der Zeit Schulterschmerzen entstehen können.                                                                      Weiches LiegenIm Bereich der Wirbelsäule führt eine zu feste Matratze zu Verformungen und fördert Rücken-schmerzen. Eine zu weiche Matratze kann den Körper hingegen nicht ausreichend stützen und lässt die Wirbelsäule „durchhängen“.

Orthopädisch korrekte Schlafplatzgestaltung

Die neusten Erkenntnisse der Schlafforschung zur orthopädisch korrekten Schlafplatzgestaltung belegen, dass eine exakt abgestimmte Matratze in zwei Schichten für den Schläfer optimal ist. Der untere Teil der Matratze ist für den orthopädischen bzw. ergonomischen Ausgleich verantwortlich. Orthopädische Stützelemente in unterschiedlichen Festigkeiten sorgen für eine anatomisch ausgewogene Körperlagerung. An der Oberseite muss die Matratze mit weichem und elastischem Material versehen sein, das den Aufliegedruck absorbiert, indem es den Druck auf eine möglichst große Körperfläche verteilt. Schlafunterbrechungen durch Drehen auf die andere Seite werden gemindert, sodass sich die Schlafqualität verbessert und man sich am Morgen ausgeschlafen und erholt fühlt.

Stabiler Betteinsatz als Fundament

Das Fundament für eine ergonomisch korrekte Matratze ist ein stabiler Betteinsatz mit festen, nicht biegsamen und nicht federnden Stützleisten. Auf diese Weise ist für Stützlicherheit gesorgt, sodass unerwünschte Muldenbildungen und die damit verbundenen Verformungen der Wirbelsäule unterbleiben. Herkömmliche Lattenroste oder Teller- bzw. Flügeleinsätze erfüllen diese Funktion nicht. Diese Lattenroste sind einer Epoche zuzuordnen, als Matratzen noch nicht fortschrittlich genug waren, um für eine hundertprozentig ergonomische Körperlagerung zu sorgen.

Liegetest bringt Sicherheit

Bei der Austestung am sogenannten Liege-Simulator wird das korrekte Stützprofil für jeden individuell ermittelt und kann dann in die Matratze eingearbeitet werden.

Ihren persönlichen Testtermin erhalten Sie unter 0800 80 20 201 oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf.